Digitale Transformation von Geschäftsmodellen

Digitale Transformation Beratung

In den vergangenen zwei Jahrzehnten waren digitale Geschäftsmodelle ausschlaggebend für die radikalen Veränderungen der herrschenden Marktstrukturen. Bis heute erkennt jedoch lediglich ein geringer Anteil der Unternehmen die Notwendigkeit, das eigene Geschäftsmodell zu hinterfragen und die Chancen der digitalen Transformation zum eigenen Vorteil zu nutzen. Nachfolgend wird für die digitale Transformation eine Definition aufgestellt. Zudem wird erläutert, wie ein solcher Veränderungsprozess in einem Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden kann und worauf dabei geachtet werden sollte. Eine Anleitung, die jeden einzelnen Schritt anschaulich erklärt, trägt dazu bei, erfolgreich die digitale Transformation umsetzen zu können. Um die für die digitale Transformation von Geschäftsmodellen auftauchenden Herausforderungen bewältigen zu können, kann für die digitale Transformation Beratung hinzugezogen werden. Zudem wird erläutert, in welchem Zusammenhang die digitale Transformation und die Unternehmensführung stehen.

  • Für die digitale Transformation eine Definition finden: Was gehört alles dazu?
  • Was treibt die digitale Transformation an?
  • Welche Chancen ergeben sich durch die digitale Transformation?
  • Mit welchen Herausforderungen ein Unternehmen konfrontiert wird.
  • Digitale Transformation in der Finanzindustrie
  • Voraussetzungen, um erfolgreich die digitale Transformation umsetzen zu können.
  • Schritt für Schritt die digitale Transformation umsetzen
  • In welchem Zusammenhang stehen die digitale Transformation und die Unternehmensführung?
  • Die digitale Transformation von Geschäftsmodellen betrifft das gesamte Unternehmen

Für die digitale Transformation eine Definition finden: Was gehört alles dazu?

Zunächst soll für die digitale Transformation unsere Definition dargestellt werden: Mit der digitalen Transformation wird ein gesamtgesellschaftlicher Wandel beschrieben, der primär aufgrund der Digitalisierung, neuer Technologien und Plattformen geschieht. Zudem entsteht durch die digitale Transformation von Geschäftsmodellen die Notwendigkeit, die bestehenden Geschäftsabläufe und -prozesse auf die Veränderungen und die daraus resultierenden neuen Bedürfnisse anzupassen. 

Die Digitalisierung wird als eine umfassende Vernetzung von Wirtschaft und Gesellschaftverstanden, die es ermöglicht, alle notwendigen Informationen zu sammeln, auszuwerten und darauf basierend Handlungsempfehlungen abzugeben.

Ein Geschäftsmodell auf der anderen Seite, welches für die digitale Transformation eine Beratung anbieten, gibt Antworten auf vier grundlegende Fragen innerhalb eines Unternehmens:

  • Who: Wer ist mein Kunde?
  • What: Was ist mein Nutzenversprechen?
  • How: Wie sieht die Wertschöpfungskette aus?
  • Why: Wie funktioniert die Ertragsmechanik?

Wenn mindestens zwei dieser genannten Dimensionen grundlegend verändert werden, kann von einer Geschäftsmodellinnovation gesprochen werden.

Die digitale Transformation von Geschäftsmodellen ist dementsprechend ein systemischer Prozess der Veränderung. Ausgangspunkt ist der IST-Zustand des Unternehmens – das bestehende Geschäftsmodell mit allen Abläufen, Prozessen und Arten der Zusammenarbeit. Mit Einbezug der digitalen Technologien und Enablern werden die Prozesse sowie Abläufe neu definiert, um die veränderten Bedürfnisse der Stakeholder zu erfüllen und am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Erfolgsrelevant ist die zum späteren Zeitpunkt erläuterte Zusammenarbeit der digitalen Transformation und der Unternehmensführung.

Was treibt die digitale Transformation an?

Beinahe jedes Unternehmen ist von den Auswirkungen der digitalen Transformation tangiert. In gewissen Branchen wird es notwendig sein, das gesamte Geschäftsmodell radikal neu zu erfinden, wohingegen es in anderen Branchen ausreicht, einzelne Prozesse oder Abläufe auf die veränderten Bedürfnisse auszurichten. Unterschiedliche Faktoren treiben die digitale Transformation an und beschleunigen den Prozess:

  • Umgestaltung der Wertschöpfungsstrukturen: Digitale Technologien, Geschäftsmodelle sowie Plattformen verändern die Unternehmens- und Wertschöpfungsstrukturen nachhaltig.
  • Veränderter Wettbewerb: Unternehmen, die bereits seit längerer Zeit am Markt agieren, verspüren einen immensen Wettbewerbsdruck. Junge Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell grundlegend anders bzw. auf die Digitalisierung basierend gestalten, verdrängen vermehrt traditionelle Unternehmen. Zudem steigt der Druck, stets auf dem neusten Stand zu bleiben und die neusten Technologien, Plattformen und Prozesse anzubieten.
  • Globale Vernetzung: Basierend auf den digitalen Technologien und Plattformen wird der Fokus stärker auf den Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Kunden gelegt. Aber auch die internen Kommunikationswege werden durch die digitalen Technologien erleichtert, beschleunigt und optimiert.
  • Veränderte Erwartungshaltung der Kunden: Die Erwartungen und Anforderungen der Kunden an das Unternehmen verändern sich und steigen mit rasanter Geschwindigkeit. Es wird erwartet, dass sich das Unternehmen ständig den Erneuerungen der Digitalisierung anpasst und dem Kunden effizientere und vor allem digitale Produkte, Prozesse und Leistungen angeboten wird.

Welche Chancen ergeben sich durch die digitale Transformation?

Wird das Geschäftsmodell – oder Teile davon – auf Basis der digitalen Transformation verändert, resultieren daraus viele Vorteile, welche in unterschiedliche Kategorien eingestuft werden können. Grundsätzlich besteht die Chance, sich mit dem eigenen, bereits bestehenden Geschäftsmodell intensiv auseinanderzusetzen, Verbesserungen zu eruieren und Handlungsempfehlungen auszusprechen.

Automatisierte Prozesse

Die Anpassung interner Prozesse kann zu einer Produktivitätssteigerung führen. Eine höhere Prozessdurchgängigkeit wird erreicht. Zudem geht der Einsatz von digitalen Technologien wie einer Kommunikationsplattform einher mit der globalen Vernetzung. Die Zusammenarbeit kann verbessert und das Zugehörigkeitsgefühl gesteigert werden. Die Kommunikation wird schneller und einfacher gestaltet. Dies sind auch wichtige Erfolgsfaktoren für die Kooperation der digitalen Transformationen und der Unternehmensführung. Auf der anderen Seite führt die digitale Transformation von Geschäftsmodellen dazu, dass massiv Betriebskosten eingespart werden können. Das eigene Geschäftsmodell wird effektiver und effizienter gestaltet und genutzt.

Schneller Datentransport

Mit Verwendung der digitalen Technologien verfügt ein Unternehmen plötzlich über eine immense Datenmenge. Diese können intelligent ausgewertet werden. Die daraus resultierenden Ergebnisse und Erkenntnisse werden wiederum für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen verwendet, um den Kunden ein verbessertes, digitales Kundenerlebnis anbieten zu können.

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Mehr Nähe zum Kunden

Nach außen hin wird dank der digitalen Technologien die Kundenbindung gestärkt. Ein ständiger Austausch zwischen Unternehmen und Kunden führt dazu, dass Kundenmeinungen eingeholt, analysiert und ausgewertet werden können. Auf Basis dieser Meinungen bzw. der Kundeninsights können Aussagen über das Kunden- und Kaufverhalten getätigt werden. Der Kunde profitiert zudem von einem verbesserten Kundenerlebnis.

Zudem erlaubt die Menge an Kundendaten die zielgerechtere Ansprache der Kundenbedürfnisse.

Neues Produktsortiment

Dank der Vorteile, die die digitale Transformation mit sich bringen, entsteht eine Vielfalt an neuen Produkten, meist digitaler Art. Das eigene Produktsortiment kann erweitert oder sogar vollständig neu gestaltet werden, um den veränderten Bedürfnissen gerecht zu werden. Dies wiederum kann für eine Umsatzsteigerung sorgen. Außerdem entsteht eine Vielfalt an Möglichkeiten, sich vom Wettbewerb zu differenzieren.

Mit welchen Herausforderungen ein Unternehmen konfrontiert wird. 

Die radikale Veränderung eines Geschäftsmodells ist mit einigen Herausforderungen oder Hürden verknüpft. Diese können mit geeigneten Strategien und Taktiken gut gemeistert werden, um von den Vorteilen und Chancen der digitalen Transformation profitieren zu können. Zudem bietet es sich an, für die digitale Transformation ein Consulting von externen Unternehmen in Anspruch zu nehmen.

  • Traditionelle Unternehmen verspüren oft einen Widerstand gegenüber der Einführung von digitalen Technologien. Veraltete Systeme, mit denen die Mitarbeiter lange Zeit intensiv gearbeitet hatten, werden durch neue ersetzt. Hier setzt die Kombination der digitalen Transformation und der Unternehmensführung an.
  • Es besteht zudem die Gefahr, dass die unterschiedlichen Bereiche eines Unternehmens die anstehenden Veränderungen in einem unterschiedlichen Tempo durchführen. Dies bremst den Gesamtfortschritt erheblich.
  • Oft herrscht ein Fachkräftemangel, der sich im Vorfeld intensiv mit den digitalen Technologien beschäftigt hat und das Know-how den Mitarbeitenden weitergeben kann.
  • Auch ein fehlendes Budget oder ein mangelnder Kostenüberblick für die Erneuerung bzw. Veränderung der internen Prozesse kann als Herausforderung gesehen werden.
  • Die Erwartungen der Mitarbeiter, der Kunden und weiterer Stakeholder steigen zunehmend. Außerdem verändern Sie sich in einem rasanten Tempo.

Digitale Transformation in der Finanzindustrie

Die digitale Transformation von Geschäftsmodellen betrifft alle wirtschaftlichen Bereiche. Nachfolgend wollen wir den Blick auf die Digitalisierung der Finanzindustrie legen, um die Notwendigkeit zum Wandel und konkrete Anwendungsfälle zu verdeutlichen.

Was bedeutet Digitalisierung der Finanzindustrie? Es ist ein ganzheitlicher Ansatz für das Finanzmanagement, der auf der digitalen Landschaft und innovativen Technologien beruht. Bei effektiver Umsetzung kann die digitale Transformation Vorteile bieten, wie zum Beispiel:

  • Steigerung der Kundenzufriedenheit
  • Verbesserte Effizienz
  • Reduzierte Fehler
  • Beschleunigte Prozesse
  • Optimierter Personaleinsatz
  • Spürbare finanzielle Gewinne

Da die digitale Transformation der Finanzindustrie eine End-to-End-Erweiterung von Prozessen, Methoden und Geschäftspraktiken beinhaltet, ist die Durchführung ein hoch komplexes Unterfangen. Auch wenn der Arbeitsaufwand für eine effektive Umsetzung abschreckend sein kann, kann das für Unternehmen, die den nächsten Schritt nicht tun, den Verlust von Marktanteilen zur Folge haben – ein Risiko, das sich die Mehrheit der Firmen in diesem Sektor in den heutigen wettbewerbsintensiven und gnadenlosen Märkten nicht leisten kann.

Ja, die Zukunft des Finanzwesens ist die digitale Transformation. Aber was beinhaltet diese Verjüngungskur? Welche digitalen Technologien werden eingesetzt? Und wie arbeiten sie, um die Vorteile zu erzielen? Dazu ist es unerlässlich, die wichtigsten Tools und Technologien zu verstehen, die dazu beitragen, Finanzpraktiken zu aktualisieren und zu transformieren:

Blockchain: Es ist eine Technologielösung, die verteilte Ledger verwendet, um Transaktionen sicher und Daten zuverlässig zu machen. Blockchain ermöglicht digitale Echtzeitverträge, schnellere Abläufe und reduzierte Kosten für die Pflege einer zentralen Datenbank.

Echtzeit-Datenvisualisierung: Es beinhaltet die Verwendung eines Cloud-basierten Anwendung und einer intuitiven Softwarearchitektur, um den Austausch von Daten und Trends in Echtzeit zwischen den wichtigsten Interessengruppen zu ermöglichen. Dies eliminiert Vermutungen und ermöglicht Entscheidungen, ohne sich um die Relevanz der Informationen kümmern zu müssen

Robotic Process Automation (RPA) im Finanzwesen: Es ist ein System, in dem alltägliche und sich wiederholende Aufgaben mit voreingestellten Variablen von Software-Robotern ausgeführt werden, anstatt sich auf Menschen zu verlassen. Einfache Aktivitäten wie die Dateneingabe können in RPA umgewandelt werden, sodass Benutzer ihr Talent in dynamischeren Bereichen einsetzen können, die menschliche Intelligenz und Flexibilität erfordern.

KI-gestützte Analysen für Geschäfts- und Finanzentscheidungen: Strategien können nur dann erfolgreich sein, wenn entscheidende und logische Daten sie unterstützen. Die Durchführung von Analysen auf der Grundlage von Data Mining kann ein mühsamer Prozess mit viel Raum für Fehler sein. Technologien der künstlichen Intelligenz (KI) können dabei helfen, Lücken zu identifizieren, Ausgaben zu messen und auf Zahlen basierende Prognosen zu erstellen, um ganze Geschäftsprozesse weiter zu optimieren.

Anwendungsfall der Finanztransformation: Was wäre, wenn Nichtbanken auf Ihrer Website ihre eigenen Debitkarten für Kundentreue oder Kredite für Produkte anbieten könnten? Banking as a Service (BaaS) ist eine große Chance für Nichtbankenunternehmen, ununterbrochene Customer Journeys zu ermöglichen und mehrere Kundenkontaktpunkte zu erreichen. Von Zahlungslösungen für Fintechs bis hin zu Bankdienstleistungen für Privatkunden ist BaaS ein Beispiel für die digitale Transformation der Finanzindustrie mit positiver Disruption.

Voraussetzungen, um erfolgreich die digitale Transformation umsetzen zu können. 

Die Etablierung der digitalen Transformation ist, wie bereits erläutert, mit vielen Chancen, aber auch mit der Bewältigung einiger Herausforderungen verbunden. Es ist daher anzuraten, sich im Vorfeld intensiv Gedanken über den anstehenden Veränderungsprozess zu machen und die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, um erfolgreich die digitale Transformation umsetzen und von den Vorteilen profitieren zu können.

Ein agiles Mindset schaffen

 Die vielleicht wichtigste Voraussetzung für den Prozess der Veränderung ist eine agile Vorgehensweise. Dies setzt voraus, dass die digitale Transformation und die Unternehmensführung Hand in Hand gehen. Agilität bedeutet, dass das Unternehmen in der Lage ist, das Geschäftsmodell flexibel und in kürzester Zeit auf neue Herausforderungen des Marktes anzupassen. Der Veränderungsprozess wird nicht nach einem starren, nicht mehr veränderbaren Plan durchgeführt. Vielmehr geht es darum, die Bedürfnisse der Stakeholder ständig zu eruieren und diese in das neue, digitale Geschäftsmodell mit einzubinden. Findet beispielsweise die Entwicklung eines neuen Produktes ohne Einbezug der Stakeholder in einem stillen Kämmerchen oder Labor statt, ist die Gefahr groß, dass es den Anforderungen der Kunden nicht entspricht. Es wird viel Zeit für die Entwicklung oder Weiterentwicklung eines Produktes verschwendet, welches am Markt nicht erfolgreich etabliert werden kann.

Es ist vielmehr erfolgversprechend, wenn Kunden und weitere Anspruchsgruppen von Beginn an  in den Prozess mit einbezogen werden. Es ist wichtig, dass die digitale Transformation und die Unternehmensführung Hand in Hand gehen und die Stakeholder in den Prozess mit einbinden. Kurzeund iterative Zyklen, in denen das Geschäftsmodell laufend an die sich veränderten Anforderungen angepasst und weiterentwickelt wird, verfügen über ein größeres Potenzial, am Markt angenommen zu werden.

Um ein agiles Mindset in einem Unternehmen schaffen zu können, sind Teams notwendig, die zum Einen selbstorganisiert und zum anderen crossfunktional zusammenarbeiten. Dieses Mindset unterstützt dabei, die digitale Transformation umsetzen und den Prozess beschleunigen zu können. 

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Das Unternehmensdreieck Strategie – Struktur – Kultur

 Als weitere Voraussetzung gilt es zu beachten, dass ein digitaler Veränderungsprozess nicht nur die Strategie des Unternehmens, sondern auch deren Struktur und vor allem die Kultur nachhaltig verändert.

Zur Dimension der Strategie gehören:

  • Die Vision des Unternehmens definiert die langfristig angestrebten Ziele
  • Sowohl strategische als auch operative Ziele, welche verfolgt werden
  • Die Mission des Unternehmens zeigt auf, wie die Ziele erreicht werden können

Die Struktur eines Unternehmens umfasst Folgendes:

  • Den Aufbau der Organisation
  • Gezielte Abläufe, wie die in der Strategie erfassten Ziele umgesetzt werden können
  • Die Infrastruktur des Unternehmens
  • Herrschende Hierarchiestufen innerhalb des Unternehmens
  • Die verteilten Aufgaben, Verantwortlichkeiten sowie Kompetenzen
  • Der Informationsfluss

Innerhalb der Kultur eines Unternehmens spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  • Die Normen und Werte
  • Herrschende Prinzipien
  • Überzeugungen und unbewusste Annahmen
  • Die Fehler- als auch Feedbackkultur im Unternehmen
  • Die Kultur, wie Entscheidungen getroffen und gehandhabt werden
  • Der Führungsstil sowie das Verhalten der Mitarbeiter und Vorgesetzten

Diese drei Pfeiler stehen in einem wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis, beeinflussen sich gegenseitig und können nicht getrennt voneinander betrachtet, geschweige denn transformiert werden. Um die digitale Transformation umsetzen zu können, ist der Einbezug aller Dimensionen, die das Geschäftsmodell tangieren, erfolgsrelevant.

Wenn für die digitale Transformation Beratung hinzugezogen wird, können die nötigen Voraussetzungen mühelos geschaffen werden, um anschließend die digitale Transformation umzusetzen.

Schritt für Schritt die digitale Transformation umsetzen

Um erfolgreich die digitale Transformation umsetzen zu können, bedarf es eines strukturierten Vorgehens mit einer genauen Abfolge von definierten Aufgaben. Diese müssen sowohl in sich konsistent als auch zeitlich logisch strukturiert werden. Für die erfolgreiche Erstellung wirkt die folgende Roadmap als Leitfaden und Orientierungshilfe. Es ist jedoch wichtig, dass die Roadmap auf die individuellen Gegebenheiten des Unternehmens angepasst wird. Die Agilität spielt hier wiederum eine wichtige Rolle. Es kann durchaus möglich sein, dass einzelne Schritte ausgelassen oder an anderer Stelle durchgeführt werden müssen. Befindet sich das Unternehmen noch in dieser Anfangsphase, bietet es sich wiederum an, für die digitale Transformation ein Consulting in Anspruch zu nehmen und den Transformationsprozess gemeinsam zu gestalten. 

Schritt 1: Den Impulsen, die digitale Transformation umsetzen zu wollen, nachgehen

Bevor eine Transformation überhaupt stattfinden kann, muss eine Notwendigkeit dafür entstehen. Solche Impulse können sowohl externer als auch interner Natur sein. So kann sich ein Unternehmen einerseits aufgrund der sich verändernden Marktstruktur oder angepasster Kundenbedürfnisse dazu gezwungen fühlen, das eigene Geschäftsmodell zu hinterfragen und ganz oder zumindest teilweise an die Ansprüche der digitalen Transformation anzupassen. Andererseits kann der Wunsch nach digitaler Transformation auch intrinsischer Natur sein. Möglicherweise besteht bei den Mitarbeitenden der Wunsch, die Art der Zusammenarbeit oder der Kommunikation auf die digitalen Gegebenheiten zu aktualisieren. In beiden Fällen ist es notwendig, die Impulse aufzufassen und abzuwägen, ob sie weiterverfolgt werden oder ob keine Notwendigkeit zu einer Veränderung besteht.

Schritt 2: Analyse des IST-Zustands

Wird eine Notwendigkeit gesehen, die digitale Transformation umsetzen zu müssen, wird im darauf folgenden Schritt der IST-Zustand des Unternehmens detailliert analysiert. Dabei werden sowohl die Wertschöpfungskette, die agierenden Akteure sowie das bestehende Geschäftsmodellgenauer betrachtet.

Die Wertschöpfungskette:

Ziel bei der Analyse der eigenen Wertschöpfungskette ist es, ein umfassendes Verständnis für die derzeit herrschende StrukturStrategie und Kultur des Unternehmens zu erlangen. Dafür wird die Wertschöpfungskette in ihre einzelnen Bestandteile aufgespaltet und skizziert, welche Teile welchen Grad der Digitalisierung aufweisen. Eine Selbsteinschätzung darüber, wie hoch der Grad der Digitalisierung bereits ist, dient zudem dazu, Lücken beziehungsweise potenzielle Handlungsfelder aufzuzeigen. Der Grad der Digitalisierung kann gemessen werden, indem eruiert wird, welche Technologien das Unternehmen bereits verwendet und wie interne sowie externe Prozesse strukturiert und von digitalen Technologien unterstützt werden.

Die Anspruchsgruppen:

In Ergänzung zur Wertschöpfungskette werden die Anforderungen der Stakeholder analysiert. Dieser Schritt sollte nicht einmalig, sondern in regelmäßigen Abständen erfolgen. Gerade in Hinblick auf die digitale Transformation können sich Anforderungen und Bedürfnisse rasant ändern. Um die Bedürfnisse der verschiedenen Kundengruppen aufzulisten, können Personas oder Nutzerprofileverwendet werden. Wichtig hierbei ist, dass die Profile möglichst detailliert ausgefüllt werden. Die daraus resultierenden Insights unterstützen das Unternehmen dabei, relevante Kaufkriterien sowie das Kauf- und Nutzerverhalten zu eruieren und darauf basierend die eigenen Produkte und Services anzupassen.

Das Geschäftsmodell:

Für die Analyse des eigenen Geschäftsmodells können die im Abschnitt „Für die digitale Transformation eine Definition finden“ erläuterten vier Dimensionen eines Geschäftsmodellsherbeigezogen und sorgfältig eruiert werden. Eine detaillierte Skizze des Geschäftsmodells unterstützt als Orientierungshilfe dabei, in den weiteren Schritten die digitale Transformation umsetzen zu können.

Die eigenen Stärken und Schwächen kennen:

Mittels einer SWOT-Analyse wird deutlich, über welche Stärken das Unternehmen verfügt und wo Gefahren bzw. Schwächen herrschen. Diese Erkenntnisse können verwendet werden, um die eigenen Stärken weiter auszubauen, mit digitalen Technologien zu unterstützen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu generieren. Auf der anderen Seite können die Schwächen im Laufe des Veränderungsprozesses idealerweise in Stärken umgewandelt werden. 

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Schritt 3: Den SOLL-Zustand definieren

Nachdem der IST-Zustand des Unternehmens definiert wurde, geht es darum, den SOLL-Zustand zu bestimmen. Es geht also primär darum, zu definieren, in welche Richtung sich das Unternehmen weiterentwickeln wird. Dafür können wiederum die in Schritt 2 erläuterten Modelle herbeigezogen werden, um kurz-, mittel- sowie langfristige Ziele im Hinblick auf die digitale Transformation zu definieren. Bestenfalls werden die Ziele nach dem SMART-Ansatz definiert. Das bedeutet, dass sie sowohl spezifischmessbarakzeptiertrealisierbar und terminiert sind. Hier werden die Potenziale identifiziert, die die digitalen Möglichkeiten mit sich bringen. Es gilt weiterhin die Regel, dass mindestens zwei Dimensionen eines Geschäftsmodells verändert werden müssen, um von einer Geschäftsmodellinnovation sprechen zu können. Dieser Schritt, den SOLL-Zustand zu definieren, wird als der kreative Prozess angesehen und bedarf sowohl branchenspezifisches Know-how als auch das nötige out of the box denken.

Das Brainstorming:

Um möglichst viele Ideen zu sammeln, wie sich das Unternehmen verändern und auf die Herausforderungen, die die digitale Transformation mit sich bringen, anpassen kann, bietet sich die Verwendung von Geschäftsmodellmustern an. Denn das Rad muss nicht neu erfunden werden. Es gibt viele bereits bestehende, digital erfolgreiche Geschäftsmodelle, die zurate gezogen werden können, um sein eigenes Geschäftsmodell zu hinterfragen und zu innovieren. An diesem Punkt setzen auch Dienstleister an, die für die digitale Transformation ein Consulting anbieten. Es können entweder ähnliche Geschäftsmodelle aus der eigenen Branche herbeigezogen und daraus wertvolle Insights generiert werden. Die etwas radikalere Variante ist es, völlig branchenfremde Geschäftsmodelle zu betrachten und zu überlegen, ob Teile davon auf das eigene Geschäftsmodell adaptiert werden können. Darauf basierend werden Ideen entworfen und notiert. 

Im Schritt des Brainstormings geht es primär darum, so viele Ideen wie möglich zu sammeln, um eine möglichst große Auswahl zu generieren. Die Ideen zur Veränderung können sowohl inkrementeller als auch radikaler Natur sein.

Die Ideen bündeln:

Die im Vorfeld gesammelten Ideen werden in einem nächsten Schritt auf das bestehende Geschäftsmodell adaptiert. Dabei ist die NABC-Methode sehr hilfreich. Die Abkürzungen stehen für die Begriffe Need (Bedarf), Approach (Ansatz), Benefit (Nutzen) und Competition (Wettbewerb). Jede einzelne Idee wird nun anhand dieser vier Dimensionen bewertet.

  • Need: Werden mit der Idee die Bedürfnisse der Kunden erfüllt?
  • Approach: Wie wird die Leistung beschrieben?
  • Benefit: Welcher Mehrwert kann den Kunden anhand der Idee geboten werden?
  • Competition: Wird durch die Realisierung der Idee ein Wettbewerbsvorteil generiert?

Werden alle der genannten Kriterien erfüllt, kann eine Idee weiterentwickelt und bereit für die Umsetzung gemacht werden. 

Schritt 4: Die erfolgreiche Umsetzung

Nachdem entschieden wurde, welche Ideen zukünftig realisiert werden, wird das neue Geschäftsmodell entwickelt und designt. Damit einhergehend werden Maßnahmen festgelegt, um die zuvor definierten Ziele mit den niedrigsten Kosten, dem größten Erfolg und dem geringsten Aufwand erreichen zu können. Dienstleister, die für die digitale Transformation eine Beratung anbieten, raten den Unternehmen, die Maßnahmen immer auf den Kunden auszurichten, sodass seine Bedürfnisse vollständig erfüllt werden können. So kann dank geeigneter Maßnahmen eine neue, digitale Customer Experience erschaffen werden, beispielsweise mit einer Omnichannel-Strategie. Ferner werden bei der digitalen Transformation Unmengen an Daten generiert, die für die Erstellung weiterer Maßnahmen verwendet werden können.

Maßnahmen können sowohl kurz-, mittel- als auch langfristiger Natur sein. Zu den kurz- bis mittelfristigen Maßnahmen gehören unter anderem ein agiles Steuerungsmodell, ein digitales Produktportfolio und der Aufbau von digitalen Geschäftsprozessen. Der abteilungsübergreifende Einsatz von digitalen Tools und Plattformen, eine offene Unternehmenskommunikation sowie die Etablierung einer Digitalkultur zählen zu den langfristigen Maßnahmen. Hier spielt es eine immens wichtige Rolle, wie die digitale Transformation und die Unternehmensführung zusammen agieren.

In welchem Zusammenhang stehen die digitale Transformation und die Unternehmensführung?

Um einen radikalen Wandel in einem bestehenden Unternehmen erfolgreich umsetzen zu können, bedarf es einer starken Führung. Die Anpassung eines Geschäftsmodells, also einer veränderten Unternehmensstrategie, wirkt sich zudem stark auf die Struktur und die Kultur eines Unternehmens aus. Die digitale Transformation und die Unternehmensführung gehen Hand in Hand und können nicht separat voneinander betrachtet werden. Der Führungsebene muss es gelingen, seine Mitarbeiter von dem Prozess der Veränderung zu überzeugen und diese mit ins Boot zu holen. 

Dafür ist es notwendig, dass die Führungskräfte die Mitarbeiter von Beginn an in die digitale Transformation von Geschäftsmodellen mit einbezogen werden. Zudem sollten Führungskräfte als Vorbild vorangehen und die digitale Transformation vorleben. Eine klare und verständlicheKommunikation unterstützt die Mitarbeiter dabei, zu verstehen, welche Veränderungen in dem Unternehmen anstehen, welche Ziele damit verfolgt werden und mit welchen Maßnahmen diese erreicht werden sollen. Sowohl die Mitarbeiter, die Führungskräfte als auch weitere Stakeholder und Anspruchsgruppen werden bestenfalls von Beginn an über die Veränderungen der digitalen Transformation informiert. Die für die digitale Transformation eingesetzten und durchgeführten Maßnahmen führen dazu, dass sich Rollen, Verantwortlichkeiten und Aufgaben langfristig verändern. Idealerweise gehen Führungskräfte offen mit diesem Thema um, sprechen es bei ihren Mitarbeitern an und es wird gemeinsam nach einer Lösung gefunden. Es wäre weniger erfolgversprechend, die Mitarbeiter vor vollendete Tatsachen zu stellen, ohne mit ihnen Rücksprache gehalten zu haben. 

Um den Mitarbeitern den Einstieg in die neuen und veränderten Prozesse der digitalen Transformation zu erleichtern, kann die Führungsebene Aus- und Weiterbildungen anbieten, in denen die Mitarbeiter ihr Know-how für die digitale Transformation erweitern können. Zudem empfehlen Dienstleister, die für die digitale Transformation ein Consulting anbieten, den Mitarbeitenden einen direkten Ansprechpartner zu bieten. Dieser ist auf die neuen Gegebenheiten des Veränderungsprozesses spezialisiert und kann den Mitarbeitern bei möglichen Herausforderungen helfen, welche vor, währendem oder nachdem die digitale Transformation von Geschäftsmodellen durchgeführt wurde, auftauchen. 

Auf der anderen Seite gibt es einige Verhaltensweisen, die für die digitale Transformation und die Unternehmensführung von Nachteil sein könnten. Werden die Mitarbeiter beispielsweise zu spät oder gar nicht in den Prozess der Veränderung mit integriert, besteht die Gefahr, dass die digitalen Geschäftsprozesse nicht oder nur schwer akzeptiert werden. Entwickelt die Führungsebene keine klare Innovationsstrategie oder wird die damit verbundene Unternehmensvision nicht transparent kommuniziert, entsteht kein Verständnis für die Relevanz und Notwendigkeit eines solchen Veränderungsprozesses. Auch die Erläuterung, aus welchen Gründen die digitale Transformation von Geschäftsmodellen für das Unternehmen relevant ist, ist erfolgsrelevant. Geht die Führungsebene allerdings davon aus, dass die Mitarbeiter wissen und vor allem verstehen, was Digitalisierung und die damit einhergehende digitale Transformation bedeutet, kann eine unüberbrückbare Informationskluft entstehen.

Die digitale Transformation von Geschäftsmodellen betrifft das gesamte Unternehmen

Es wurden in Hinblick auf die digitale Transformation die Definition, die möglichen Chancen, potenzielle Herausforderungen sowie die Umsetzung näher betrachtet. Die digitale Transformation ist ein sehr komplexes Gebiet mit vielen Facetten und vielfältigen Möglichkeiten der Umsetzung. Es betrifft nicht nur die Strategie des Unternehmens, sondern primär auch die Kultur und die Struktur. Diese werden nachhaltig verändert und werden idealerweise von der Unternehmensführung offen mit den Mitarbeitern kommuniziert. Es bietet sich an, für die digitale Transformation Beratung in Anspruch zu nehmen, um Herausforderungen zu bewältigen und den Prozess der Veränderung optimal gestalten zu können. Wird der Aspekt der digitalen Transformation frühzeitig aufgegriffen und behandelt, kann langfristig von den vielen Vorteilen und Chancen profitiert werden.

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